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Was ist GEO? So nennt ChatGPT Ihren Betrieb

GEO heißt Generative Engine Optimization. Es geht darum, dass ChatGPT, Gemini und andere KI-Systeme Ihren Betrieb kennen, richtig beschreiben und nennen, wenn jemand nach einem Anbieter wie Ihnen fragt.

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Probieren Sie es kurz aus. Öffnen Sie ChatGPT und tippen Sie: „Welcher Elektriker in Meran ist gut?“ Sie bekommen keine zehn Links wie bei Google, sondern drei oder vier Namen, meist mit ein, zwei Sätzen dazu. Wer da nicht dabei ist, wird übergangen. Kaum jemand fragt ein zweites Mal nach.

Immer mehr Menschen suchen so nach Handwerkern, Hotels oder Restaurants. Dafür, in diesen Antworten vorzukommen, hat sich ein eigener Begriff eingebürgert: GEO.

Was heißt GEO eigentlich?

Die Abkürzung steht für Generative Engine Optimization, also Optimierung für KI-Suchsysteme. Der Begriff kommt aus der Forschung. 2023 haben Wissenschaftler um Pranjal Aggarwal und Karthik Narasimhan in einer Studie untersucht, wie sich Texte verändern lassen, damit KI-Suchsysteme sie öfter als Quelle verwenden. In ihren Tests stieg die Sichtbarkeit um bis zu 40 Prozent.

Inzwischen wird GEO viel breiter verwendet. Gemeint ist alles, was dazu beiträgt, dass eine KI Ihren Betrieb nennt. Und das ist deutlich mehr als die eigene Website.

Woher hat ChatGPT seine Empfehlungen?

Ein Teil stammt aus dem Training, also aus allem, was das Modell irgendwann gelesen hat. Immer öfter kommt der wichtigere Teil aber aus einer kurzen Suche im Netz, direkt bevor die Antwort entsteht. Laut OpenAI macht ChatGPT aus Ihrer Frage dafür eigene Suchanfragen und verlinkt die Seiten, auf die es sich stützt. Gemini, Perplexity und die KI-Übersichten bei Google arbeiten ähnlich.

Dabei liest die KI nicht nur Ihre Website. Sie schaut auch, was in Ihrem Google-Profil steht, was Gäste auf Tripadvisor oder Booking.com schreiben und was in Branchenverzeichnissen, auf regionalen Portalen oder in der Zeitung über Sie zu finden ist. Dann vergleicht sie.

Wie viel diese fremden Seiten ausmachen, zeigt eine Untersuchung von Cloudbeds aus dem Jahr 2025. Bei Fragen nach Hotelempfehlungen stammten 55 Prozent der Quellen, die ChatGPT, Gemini und Perplexity nannten, von Buchungsportalen, allen voran Tripadvisor, Booking.com und Expedia.

Passt alles zusammen, wirkt Ihr Betrieb verlässlich. Google schreibt selbst, dass Unternehmen mit vollständigen und korrekten Angaben eher in lokalen Suchergebnissen erscheinen. Steht auf der Website eine andere Telefonnummer als bei Google oder sind die Öffnungszeiten im Branchenbuch seit Jahren veraltet, wird die KI vorsichtig. Dann nennt sie lieber jemand anderen. Oder sie nennt Sie mit falschen Angaben, was fast noch ärgerlicher ist.

Ist das nicht einfach SEO mit neuem Namen?

Zum Teil schon. Die Grundlagen sind dieselben: eine schnelle Website, verständliche Texte, saubere Technik. Wer bei Google gut gefunden wird, fängt bei ChatGPT nicht bei null an.

Anders ist, wer die Auswahl trifft. Bei Google sieht der Kunde eine Liste und entscheidet selbst, worauf er klickt. Bei ChatGPT hat die KI schon vorher ausgewählt. Sie nennt ein paar Namen, alle anderen bekommt der Fragende gar nicht zu sehen. Feste Plätze wie in der Google-Liste gibt es dabei nicht. Rand Fishkin von SparkToro und Patrick O’Donnell von Gumshoe haben ChatGPT, Claude und Google-KI dieselben Fragen fast 3.000 Mal gestellt. ChatGPT und Google lieferten dabei in weniger als einem Prozent der Fälle dieselbe Liste.

Manchmal liest man auch AEO, Answer Engine Optimization. Das meint ziemlich genau dasselbe.

Machen Sie den Test

Wie es um Ihren Betrieb steht, sehen Sie in zehn Minuten. Schalten Sie in ChatGPT die Websuche ein und fragen Sie zuerst direkt nach Ihrem Betrieb, mit Namen und Ort. Stimmt, was da steht? Adresse, Angebot, Öffnungszeiten?

Dann fragen Sie so, wie ein Kunde fragen würde, der Sie noch nicht kennt. Etwa „Wer macht in Brixen Badsanierungen?“ oder „Gutes Restaurant mit Terrasse in Klausen?“. Tauchen Sie auf?

Zum Schluss: „Was sagen Kunden über …?“ Jetzt sehen Sie, welche Bewertungen die KI kennt und woher sie sie hat.

Machen Sie dasselbe in Gemini oder Perplexity. Spricht ein Teil Ihrer Kunden Italienisch, stellen Sie die Fragen auch auf Italienisch. Wundern Sie sich nicht, wenn die Antworten jedes Mal ein wenig anders ausfallen, das ist normal, wie der Versuch von SparkToro zeigt. Für unsere Kunden stellen wir diese Fragen deshalb regelmäßig und nicht nur einmal.

Warum in Südtirol die Sprache so wichtig ist

Die KI antwortet in der Sprache, in der gefragt wird. Und sie bevorzugt Quellen in dieser Sprache: Eine Studie, vorgestellt 2025 auf der Fachkonferenz NAACL, fand bei Sprachmodellen eine deutliche Neigung zu Informationen in der Sprache der Frage, beim Suchen ebenso wie beim Formulieren der Antwort. Für Betriebe in Südtirol heißt das: Mit einer rein deutschen Website ist man für jemanden, der auf Italienisch fragt, schwerer zu finden.

Eine italienische Fassung hilft allerdings nur, wenn sie gut gemacht ist. Wer auf Italienisch eine neue Website sucht, tippt nicht die wörtliche Übersetzung von „Website erstellen lassen“ ein, sondern „realizzazione siti web“. Solche Unterschiede entscheiden mit, ob die KI Ihre Seite passend findet.

Was Sie selbst tun können

Das meiste davon kostet vor allem etwas Zeit.

Schreiben Sie auf Ihre Website in ganz normalen Sätzen, was Sie machen, wo und für wen. „Wir sind ein Elektrobetrieb in Meran und arbeiten für Privatkunden und Hotels im Burggrafenamt“ klingt banal. Aber solche Sätze übernimmt eine KI gern. Was nur in einem Bild steht, übersieht sie dagegen leicht. Auch Google rät, wichtige Inhalte als Text bereitzustellen.

Beantworten Sie auf der Website die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon immer wieder stellen. Am besten mit der Antwort gleich im ersten Satz.

Gehen Sie einmal alle Einträge durch: Google, Booking.com, Tripadvisor, Branchenverzeichnisse. Name, Adresse, Telefonnummer und Website sollten überall gleich lauten, bis zur Schreibweise.

Halten Sie Ihr Google-Unternehmensprofil aktuell, mit Öffnungszeiten, Leistungen und ab und zu neuen Fotos. Google nutzt diese Angaben nach eigener Aussage für Maps und lokale Suchergebnisse.

Und antworten Sie auf Bewertungen, auch auf die unangenehmen. Laut Google zählen Anzahl und Qualität der Bewertungen dazu, wie bekannt ein Betrieb wirkt. Und was Kunden über Sie schreiben, liest auch die KI mit.

Wann sich Hilfe lohnt

Irgendwann wird es technisch. Strukturierte Daten nach Schema.org, eine robots.txt, die die Crawler von OpenAI, Anthropic, Perplexity und Google hereinlässt, Inhalte, die ohne JavaScript im Code stehen: Von außen sieht man einer Website das nicht an. Für KI-Systeme macht es trotzdem einen Unterschied. Wer etwa den Suchcrawler von OpenAI aussperrt, taucht laut OpenAI in den Suchantworten von ChatGPT nicht auf. Und laut einer Auswertung von Vercel führt keiner der großen KI-Crawler JavaScript aus. Was erst per Script auf die Seite kommt, sehen sie nicht.

Diese Arbeit übernehmen wir bei der KI-Optimierung, auch für Websites, die nicht von uns gebaut wurden. Wenn Sie erst einmal wissen möchten, wo Sie stehen, erstellen wir Ihnen einen Analysebericht. Darin sehen Sie, wie ChatGPT und andere KI-Systeme Ihren Betrieb heute darstellen und wo es hakt. Danach besprechen wir gemeinsam, was sinnvoll ist.

Quellen

  1. arXiv Aggarwal u. a., GEO: Generative Engine Optimization (KDD 2024)
  2. OpenAI ChatGPT search (Hilfe-Center)
  3. Google Search Central KI-Funktionen und deine Website
  4. Hospitality Net Cloudbeds-Studie zu Hotelempfehlungen durch KI
  5. Google Unternehmensprofil-Hilfe Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern
  6. Search Engine Journal AI Recommendations Change With Nearly Every Query: SparkToro
  7. arXiv Sharma, Murray, Xiao, Faux Polyglot: A Study on Information Disparity in Multilingual Large Language Models (NAACL 2025)
  8. OpenAI Dokumentation zu den OpenAI-Crawlern
  9. Vercel The rise of the AI crawler
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Häufige Fragen zu GEO.

Woher weiß ChatGPT überhaupt etwas über meinen Betrieb?

Teils aus dem Training, teils aus einer Suche im Netz kurz vor der Antwort. Dabei liest es Ihre Website, Bewertungsportale, Verzeichnisse und andere Seiten, auf denen Ihr Betrieb vorkommt.

Wie schnell ändert sich etwas, wenn ich meine Website verbessere?

Genau sagen kann das niemand. Antworten mit Websuche greifen Änderungen meist recht bald auf, sobald die Seiten neu erfasst sind. Was ein Modell aus dem Training weiß, ändert sich erst mit der nächsten Modellversion.

Brauche ich dafür eine neue Website?

Meistens nicht. Bessere Texte, beantwortete Fragen und strukturierte Daten lassen sich auch in eine bestehende Website einbauen. Ob die Technik mitspielt, zeigt eine erste Analyse.

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